2.Kapitel: Kampf der Giganten_Suche mit Hindernissen
Aus den Notizen von NAFTA dem Gearhead
Angeschlagen kehren wir zurück. Krin wird wohl einige Tage nicht mehr mit mir reden. Hey, dabei hab ich einen guten Fund! Keine Ahnung wozu das Teil dient, aber das Material ist faszinierend, elastisch und diese Glasteile sind auch nicht zerkratzt. Was auch immer dieses eingearbeitete Metallding bewirken soll. Naja, es hat sich gelohnt. Aber ich fang mal ganz von vorne an.
Nach unserer Expedition zur Insel, um Wasser zu besorgen und der Rückkehr sind die Wunden versorgt, Maxim sieht man nur noch schreibend. Nelma funkelt wütend vor sich hin und Otiak streunt selbstzufrieden durch die Arche. Mich treibt der Wunsch nach neuem Material um. Bei der Expedition kam nichts rum. Schon 7x hab ich meine Vorräte durchforstet und mich an neuen Konstruktionen versucht. Die Stimmung in der Arche wird immer angespannter. Diese Machtplänkeleien nerven mich. Mir doch egal, wer sich als neuer oder aktueller Boss aufspielt. Wenn wir nicht langsam den Arsch hochbekommen und neue Dinge entstehen, gehen sich irgendwann alle hier gegenseitig an die Gurgel. Ob aus Langeweile oder Mangel an Grub.
Ich bitte Krin mit mir in die Zone rauszugehen. Er schüttelt mit dem Kopf. Worte prallen an ihm ab. Ich muss ihn irgendwie anders dazu bringen. Mein Angebot seinen Bogen zu riggen, entlockt ihm ein breites Grinsen, aber mindestens 2-fachen Rig? Ha, er denkt wohl, das hab ich nicht drauf. Tja, ich werde gern unterschätzt. Überrascht über den erfolgreichen Rig willigt er endlich ein.
Wir laufen Richtung Norden, hier kennt sich Krin besser aus als ich. Die Gerippe aus Maschinen und Autowracks lässt mein Herz höher schlagen. Ich würde am liebsten zu jedem von den Teilen rüber, aber Krin hält mich zurück. Mosert rum, treibt mich an. Himmel, wo ist das Problem? Wieviel Stunden will er denn noch laufen, wo hier jede Menge Material nur darauf wartet, mitgenommen zu werden? Seine ständige Reaktion: Weiter, es ist hier nicht sicher! Okay, er kann den Rot schmecken, fühlen und riechen, schneller und intensiver als jede andere Person aus der Arche, aber irgendwann is auch mal gut. Allein … hey, das Teil da drüben, das wäre doch … sorry Krin, aber das muss ich mir einfach aus der Nähe angucken.
Was war das für ein Geräusch? FUCK! Wo kommt denn diese Bestie plötzlich her? Sieht aus wie ne Mischung aus diesen Zonenbären und nem Hund. Krin schießt, erwischt ihn, der 2. Schuss geht vorbei. Ehe ich mich versehe, rast dieses Vieh auf Krin zu. Ich ziehe meine Waffe und drücke ab.
*BÄÄ-WOOOAAASH*
das Teil explodiert in meiner Hand. FUCK!!!! Schmerzen schießen meinen Arm hoch.
Krin ist nicht mehr zu sehen. Das Vieh geht jetzt auf mich los. In mir bricht sich etwas Bahn. Die Flügel kommen wie von selbst. Ich steige in die Höhe. 3 Meter unter mir dieses Vieh. Ich will schreien, aus Wut, aus Frust und alles was ich zustande bekomme ist dieser fiese hohe Ton. Schrill ohne Ende. Das Vieh bäumt sich auf, krümmt sich und rast davon.
Ich fliege langsam hinab und sehe etwas im Sand glitzern, lande vorsichtig. Von dem Vieh keine Spur. Von Krin aber auch nicht. Wo ist der eigentlich hin? Egal, das Glitzern ist nur ein Teil von etwas Größerem. Ich grabe und halte das Teil in den Händen. Das muss aus der Vorzeit sein. Wie abgefahren ist das denn. Okay, es ist kein Rad oder irgendwas, womit ich meinem Traum näherkomme, aber das Material ist schon irre.
Nach Krins Zickzacktour hierher bin ich nicht gewillt allein zurückzulaufen. Ich fliege 1 Meter über dem Boden. Hinter einem Wrack entdecke ich ihn, Krin. Er funkelt mich wütend an. “Hey, ich hätte deine Hilfe gebrauchen können.” sag ich zu ihm. “Dein beschissener Materialwahn bringt uns irgendwann nochmal alle um, Nafta. Raff es endlich, die Zone ist kein Spielplatz zum Schatzsuchen.” Danach kommt kein Wort mehr und weil auch Krin was abbekommen hat, schleppe ich ihn im Tiefflug zurück.
In der Arche angekommen hab ich nur noch Augen für meinen Fund. Die Atmosphäre hat sich merklich abgekühlt. Kein Rumgepose, es herrscht eine merkwürdige Ruhe. Ehrlich gesagt, ist mir egal, was der Grund dafür ist. Ruhe ist das, was ich gebrauchen kann und einen Ort, wo ich meinen Fund genauer untersuchen kann. Durch meinen Körper wirbeln Glücksgefühle und überlagern den Schmerz.
Und da heißt es immer ich wäre eine wandelnde Zeitbombe, Tz Tz tz
AntwortenLöschenJa die Zone strapaziert die Gemüter.
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